24.01.2024 / 25.10.2023 – Was macht die Umsetzung des Inklusionsgedanken bei den Kommunalwahlen?


In Sachsen-Anhalt sind 2024 wieder Kommunalwahlen. Ich bin als Inklusionsjournalist und Inkluencer sehr daran interessiert zu erfahren, wieviel Menschen mit Behinderung als Kandidaten der einzelnen Parteien aufgestellt werden. Ich habe durch ein Anschreiben an die sechs führenden Parteien (SPD, CDU, FDP, Die Linken, Die Grünen, AfD) versucht, in Erfahrung zu bringen, wie hoch der prozentuale Anteil der entsprechenden Kandidaten der einzelnen Parteien auf welchen Listenplätzen sind und die Antworten der Parteien hier transparent und journalistisch offen veröffentlichen.

Meine Fragen haben wie folgt ausgesehen:

1. Wie viele Kandidaten mit Behinderung hat Ihre Partei auf welchem Listenplatz für die Kommunalwahl aufgestellt?

2. Welche Strategien und Maßnahmen hat Ihre Partei ergriffen, um die Teilnahme von Menschen mit Behinderung an politischen Prozessen -speziell zur Kommunalwahl 2024- zu fördern?

3. Welche politischen Themen und Anliegen stehen im Mittelpunkt Ihres Wahlprogramms in Bezug auf Menschen mit Behinderung?

4. Welche Unterstützung bieten Sie Ihren Kandidaten mit Behinderung, um sicherzustellen, dass sie effektiv am Wahlkampf teilnehmen können?

„Nichts über uns ohne uns!“ sollte unsere Prämisse bleiben. Auf die Ergebnisse bin selbst ich gespannt. Vielleicht werde ich ja tatsächlich mal von dem (hoffentlich) positiven Inklusionsgedanken der Parteien überrascht.

Folgende Antworten erhielt ich bisher:

23.12.2023 – Interview zum Artikel „Öffentliche Stellen in Sachsen-Anhalt verwenden kaum Leichte Sprache des MDR Sachsen-Anhalt

Ich habe als Pressesprecher des ABiSA e.V. sowie als Inkluencer ein Interview beim MDR Sachsen-Anhalt über die Notwendigkeit der leichten Sprache in Behörden u.a. gegeben.
Den entsprechenden Artikel findet ihr hier.


14.12.2023 – Radiointerview bei Radio Blau zum Thema: „Wir haben vieles noch nicht umgesetzt – die UN-BRK und der Staatenbericht“

Am 12.12.2023 habe ich als Pressesprecher des ABiD e.V. sowie als Inkluencer ein Radiointerview mit Radio Blau in Leipzig zum Thema: „Wir haben vieles noch nicht umgesetzt – die UN-BRK und der Staatenbericht“ gegeben.
Wen dieses Interview interessiert, der findet es hier.

12.12.2023 – Am 4. Dezember 2023 hat das Deutsche Institut für Menschenrechte seinen achten Bericht an den Bundestag über die Entwicklung der Menschenrechtssituation in Deutschland vorgestellt.

Der achte Bericht erfasst den Zeitraum vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023. Er wurde als Langfassung sowie als Kurzfassung anlässlich des Internationalen Tags der Menschenrechte, dem 10. Dezember, veröffentlicht. Der Bericht greift fünf weitere Themen auf, die in Deutschland von hoher menschenrechtlicher Relevanz waren: der Schutz vor geschlechtsspezifischer Gewalt, die Versammlungsfreiheit im Kontext Klimaaktivismus, die politische Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen, der gesetzliche Diskriminierungsschutz für Menschen mit Behinderungen und der barrierefreie Wohnraum.

Die Kurzfassung in deutsch findet ihr hier.

Die Langfassung findet ihr hier

22.11.2023 – Offener Brief von mehr als 150 Organisationen und Einzelpersonen zum BIPAM an den Bundesgesundheitsminister

In einem Offenen Brief wenden sich Prof. Dr. Rolf Rosenbrock, Vorstandsvorsitzender des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes – Gesamtverband und von Gesundheit Berlin-Brandenburg e. V., und Dr. Thomas Götz, Staatssekretär a.D., an Bundesgesundheitsminister Prof. Dr. Karl Lauterbach. Sie kritisieren darin die konzeptionelle Ausrichtung des im Koalitionsvertrag verankerten „Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit“. Viele bedeutende Verbände, Fachgesellschaften und Netzwerke, so etwa der Paritätische Gesamtverband, AWO und Diakonie, die Aidshilfe und das Deutsche Netzwerk für Versorgungsforschung, und mehr als 100 namhafte Persönlichkeiten, darunter Prof. Dr. Ilona Kickbusch, haben den Brief bereits unterzeichnet.
Den offenen Brief in der Gesamtlänge findet Ihr hier.

05.09.2023 – Staatenbericht

Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderung – Abschließende Beobachtungen zum zweiten und dritten periodischen Bericht von Deutschland (nicht amtliche Übersetzung) findet ihr hier.

Über das Ergebnis des Staatenberichtes kann man unterschiedlicher Meinung sein. Wenn man ihn realistisch liest, haben wir – gegenüber dem Vorbericht – bereits viel erreicht und wurden in vielen Punkten auch positiv erwähnt. Negativ ist in diesem Bericht immer noch aufgeführt, dass wir getrennte Systeme für die Mehrheitsgesellschaft und die Menschen mit Behinderung haben; so z.B. Förderschulen und Werkstätten für Menschen mit Behinderung (WfbM) sowie besondere Wohnformen. Dies kann man aber differenziert sehen. So lange in Deutschland die gesellschaftlichen Bedingungen noch nicht gegeben sind, die Gesellschaft als gesamtinklusive Gesellschaft zu begreifen und in jedweder Form umzusetzen, werden diese Einrichtungen (leider) noch dringend benötigt.


06.11.2023 – Bitte um Hilfe in kollegialer Angelegenheit

Ich habe mal eine Bitte an Euch oder Weiterleitung an eure Netzwerke.
Ich habe eine Kollegin, deren Sohn (17 J.) im Rollstuhl sitzt und leichte kognitive Einschränkungen hat. Er kann aber sehr gut mit dem Computer und der Informationstechnik und ist in Potsdam. Er sucht einen Praktikumsplatz zum Kennenlernen/Ausprobieren oder ggfs. für ein Ausbildung.
Vielleicht kennt ja jemand Inklusionsbetriebe oder Betriebe im Raum Potsdam/Berlin, die einem Menschen mit Behinderung offen gegenüber stehen. Für Hilfe wäre ich dankbar.